Olympia-Finanzen in neuen Händen

Geschrieben von gli.

Der FV Olympia Laupheim hat einen neuen Schatzmeister.

Der 45-jährige Betriebswirt Markus Eckhardt aus Orsenhausen tritt die Nachfolge von Michael Nilius an, der nach neun Jahren aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidierte. Eckhardt wurde von der Hauptversammlung des Vereins am Donnerstagabend einstimmig für ein Jahr gewählt. Für zwei weitere Jahre in ihren Vorstandsämtern bestätigt wurden Ernst Aubele und Achim Reinalter. Die Vorstandsvorsitzende Diana Seichter-Mäckle ist noch für ein weiteres Jahr gewählt.

Michael Nilius legt seine Bilanz vor und kündigte dann überraschend seinen Rücktritt an. Weitere Aussagen zu den Gründen machte Nilius nicht. Mit ihm wird auch Holger Herzog aufhören, der mit Nilius gemeinsam für Finanzen und Buchhaltung des Vereins verantwortlich war. Sichtlich gerührt nahmen beide das Abschiedsgeschenk des Vereins an.

Nilius hatte zuvor noch bei seinem Rechenschaftsbericht die aktuellen Zahlen vorgelegt. Demnach hat die Olympia auch im Geschäftsjahr 2017/18 noch leichte Verluste gemacht, diese aber von 17 000 auf nur noch 3000 Euro senken können. Den größten Teil der Ausgaben machten der Spieltrieb und die Instandhaltung der Liegenschaften wie Stadion und Trainingsplätze aus, betonte Nilius. Diana Seichter-Mäckle verband diese Zahlen nochmals mit dem dringenden Appell an die Stadt Laupheim, die finanziellen Zuwendungen künftig zu erhöhen. Schließlich leiste der Verein einen wichtigen Beitrag im gesellschaftlichen Leben und vor allem in der Jugendarbeit. Von den rund 750 Mitgliedern des Vereins seien aktuell mehr als ein Drittel Kinder und Jugendliche. Allerdings hatte die Stadt keinen Vertreter in die neue Sportsbar der Olympia geschickt, was bei einigen Mitgliedern zu leichtem Unmut führte. „Oberbürgermeister Rechle war eingeladen, ich weiß nicht, warum niemand erschienen ist“, sagte Seichter-Mäckle.

Die Vorsitzende bezeichnete das abgelaufene Geschäftsjahr trotz des finanziellen Minus als ein sehr erfolgreiches. „Wir haben unsere Verbindlichkeiten abgebaut, und sportlich haben wir mit dem sofortigen Wiederaufstieg der Ersten Mannschaft viel mehr erreicht als erwartet.“ Auch die U23 und die Jugendmannschaften mit Ausnahme der B1 hätten erfolgreiche Spielzeiten hinter sich. Die Jugend sei sowieso der Bereich, worauf der Verein auch künftig den Hauptfokus legen werde. „Dies ist die Basis für unsere Zukunft.“ Zudem verwies Seichter-Mäckle darauf, dass das Vereinsleben funktioniere, was nicht zuletzt beim Umbau der Sportsbar offensichtlich geworden sei. Der Verein hatte sich nach großem Problem mit mehreren Pächtern der Vereinsgaststätte im vergangenen Jahr dazu entschlossen, die Wirtschaft umzubauen und in Eigenregie zu betreiben. „Das war die absolut richtige Entscheidung, was man auch an der positiven Resonanz merkt“, meinte die Vorsitzende.

Diana Seichter-Mäckle forderte die Mitglieder abschließend dazu auf, sich daran ein Beispiel zu nehmen und sich weiterhin für die Olympia ehrenamtlich zu engagieren. Auch bei den drei anderen Abteilungen des Vereins – Tennis, Hobbyradeln und Alt-Olympianer – laufe alles sehr gut. Die Mitgliederzahlen seien auch hier stabil und auch die Geselligkeit käme nicht zu kurz, betonten die Abteilungssprecher Christoph Liebmann, Klaus Böhme und Franz Münst.

Bericht: SZ M. Mader

Fotos: Otto Marx u. gli

Der Vorstand von links: Ernst Aubele, Diana Seichter Mäckle, Achim Reinalter, Markus Eckhardt (neu)