Beispielhafte Eigenleistung beim FV Olympia

Geschrieben von gli.

Olympianer tauschen Fußball gegen Pinsel

Da behaupte noch einer, es mangelt bei Vereinen an Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren. Einmal mehr wurde beim FV Olympia der Beweis erbracht, dass sich bei projektbezogenen Aktionen genügend Helfer zur Verfügung stellen, wenn sie nur gezielt darauf angesprochen werden und der Sinn und die Notwendigkeit des Einsatzes vermittelt wird.

Notwendig war eine längst überfällige General-Renovierung der Umkleide- und Duschräume innerhalb der zum Teil maroden Stadionanlage, die vor 50 Jahren ihrer Bestimmung übergeben wurde.

Die große Olympia-Familie hat sich solidarisch gezeigt und angepackt. Insgesamt etwa 40 Helfer aus dem Kader der Aktiven, mehrere Jugendspieler und deren Eltern, Trainer, AH-Spieler, Tennisakteure, Alt-Olympianer und Vorstandmitglieder sind dem Ruf des Vereins gefolgt und haben in einem vierwöchigen beispielhaften Einsatz während der fußballlosen Zeit den Fußball ruhen lassen und sich unter fachlicher Anleitung handwerklich betätigt. Alle haben damit bewiesen, dass sie auch mit Pinsel, Spachtel, Akkuschrauber und anderen Werkzeugen umgehen und auch auf diesem Gebiet dem Verein helfen können. Das Wir-Gefühl und die Kameradschaft wurden dabei gestärkt.

Die für das Projekt verantwortlichen Rainer Ganser (AH) und Christoph Liebmann (Tennis) haben mit guter Planung und Koordination die Renovierung organisiert, so dass die Räumlichkeiten zum Trainingsauftakt wieder in neuem Glanz erstrahlen, was beim Vorstand Lob und Dank hervorgerufen hat. Neben ihrem Arbeitseinsatz haben die AH-Spieler auch noch mit großzügigen Materialspenden die Renovierungsaktion unterstützt.

Unabhängig von der langfristigen Standortfrage des FV Olympia, die im Rahmen des Sportstätten-Entwicklungsplanes diskutiert wird, mangelt es nicht an weiteren dringenden Sanierungsobjekten, die kurzfristig angegangen werden sollten, damit die Anlage nutzbar bleibt. Je mehr dabei mitmachen, desto weniger trifft es den Einzelnen

"Der Verein benötigt dazu weitere Unterstützung von privater und auch von städtischer Seite, damit unsere Stadionanlage den wachsenden Anforderungen gerecht wird", sagt die Vorsitzende Diana Seichter-Mäckle.

Fotos: gli