Neuaufbau beim FV Olympia

Geschrieben von gli.

Landesliga- und Bezirksliga-Team sollen bis zum Saisonstart neu aufgestellt werden.

Der FV Olympia Laupheim will sich strukturell verändern. Nach dem Abstieg aus der Fußball-Verbandsliga und dem gerade noch geschafften Klassenerhalt in der Bezirksliga muss der Verein neue Wege gehen. Bis zuletzt war ein Start in der Bezirksliga in der kommenden Saison gefährdet. Zu viele Spieler verlassen den Verein, zudem war bis zum 30. Mai noch kein Nachfolger für den Trainer Roland Schlecker gefunden. Nach Angaben von Stefan Rampf, einem der beiden sportlichen Leiter der Olympia, ist die Trainerfrage jetzt geklärt, zudem seien genügend Spieler – trotz der insgesamt zehn Abgänge – weiterhin bereit für die Olympia in der Bezirksilga zu spielen.

„Unser neuer Trainer für die Bezirksligamannschaft heißt Martin Blankenhorn (Foto) und kommt von der SSG Ulm“, stellt Rampf klar. Der 46-jährige hat die zweite Mannschaft des SSV Ulm 1846 in der Bezirksliga und in der Landesliga trainiert und 2014 bis 2016 den SV Lonsee in der Bezirksliga. „Stationen genug, um die dort gesammelten Erfahrungen nun bei der U23 des FV Olympia einzubringen“, sagt Stefan Rampf.

Rampf war in den vergangenen Wochen ebenso wie Kollege Patrick Seidel, vorrangig damit beschäftigt, zwei schlagkräftige Teams für die neue Saison zusammenzustellen. „Das war nicht immer ganz einfach, weil bei manchen Spielern schon auch das Kleingeld eine Rolle spielt“. Dennoch habe man mit Julian Haug einen namhaften Spieler für die Landesliga gewinnen können, zudem sind bereits sechs weitere hoffnungsvolle Spieler verpflichtet worden, aus der eigenen A-Jugend, aus der A-Jugend des FV Ravensburg und vom Kreisligisten FC Wacker Biberach. „Damit ist aber noch nicht das letzte Wort gesprochen“, macht Rampf deutlich.

Der Verein wolle die Wechselperiode bis zum 30. Juni noch voll ausschöpfen und mindestens mit einem Gesamtkader von 38 Spielern in die neue Saison gehen. Dabei werden etwa 15 Spieler jeweils den harten Ken für die jeweilige Liga bilden. Dazu zählen im Landesligakader etwa Manuel Hegen, Sascha Topolovac, Mathias Wesolowski oder auch Keeper Julius Lense, der allerdings wegen seiner langwierigen Verletzung wohl noch nicht bis zum Beginn der Verarbeitung am 4. Juli zur Verfügung stehen wird. Der Rest soll sich in der Vorbereitung qualifizieren und empfehlen. „Damit soll vor allem der Konkurrenzkampf erhöht werden, der in der Vergangenheit nicht immer so ausgeprägt war“, betont Rampf.

Gründe für den Niedergang

Damit nennt der ehemalige Trainer der zweiten Mannschaft auch indirekt einen Grund, warum die Verbandsligamannschaft nach zwei Relegationsteilnahmen nun in diesem Jahr endgültig abgestiegen ist - neben dem großen Verletzungspech und dem ausgegebenen Ziel der finaziellen Konsolidierung. Dies habe in der Summe dazu geführt, dass die erste Mannschaft trotzt Trainerwechsels nicht mehr in der Verbandsliga zu halten war.

„Wir wollen schon mit Demut an das Projekt herangehen, ein sofortiger Wiederaufstieg wie den etwa Berg schon ausgerufen hat, ist bei uns nicht zwingend nötig“, sagt Rampf. Dennoch wolle man natürlich schon in der Spitze in der Nähe der Aufstiegsplätze mitspielen, um auch wieder die Zuschauer verstärkt ins Olympiastadion zu locken. In der Bezirksliga will man ebenfalls eine gute Rolle spielen und nichts mit dem Abstieg zu tun haben. „Martin Blankenhorn hat keine konkrete Vorgabe, aber die obere Saisonhälfte ist schon das Ziel“, sagt Rampf. Inzwischen sieht der sportliche Leiter auch die sieben Abgänge zu den Sportfreunden Bronnen deutlich gelassener. “Zunächst habe ich mich schon sehr geärgert, das ein so großes Paket weggeht, inzwischen sehe ich auch die Spieler, die in Laupheim quasi schon alles erreicht haben und dort eine neue Herausforderung sehen.“ Das weinende Auge sei deutlich kleiner geworden in der vergangenen Woche.

Abgänge bei Olympia II:Marc Nilius, Daniel Oberdorfer, Andreas Radnick, Janis Kretz, Yannik Kröner, Matthias Lebherz (alle SF Bronnen), Manuel Kohn, Raoul Schöttle (beide SC Staig), Tobias Dobler (SGM Altheim/Schemmmerberg, Thomas Reimer (Ziel unbekannt).

SZ-Bericht Michael Mader