„Wir wollen Jugendliche zusammenbringen“

Der FV Olympia Laupheim bastelt eifrig an seiner milieu- und generationenübergreifenden Jugendbegegnungsstätte
 

Die Jugendleiter des FV Olympia Laupheim, Uwe Eiferle (links) und Claus Baur, schmieden Pläne für die Jugendbegegnungsstätte. 

Foto: Agathe Markiewicz
Der FV Olympia Laupheim ist dabei, eine Jugendbegegnungsstätte zu errichten. Sofern die finanziellen Mittel dafür gesichert sind – nötig sind noch etwa 10 000 Euro – ist die Fertigstellung für diesen Frühling oder Sommer geplant.
Die Idee für diese Begegnungsstätte auf dem FV-Olympia-Gelände stammt von der Jugendleitung. „Wir wollen Jugendliche zusammenbringen“, sagt Claus Baur, Sprecher des Jugendleiterteams. „Es soll eine Anlaufstelle sein vor und während des Sports“, ergänzt sein Jugendleiter-Kollege Uwe Eiferle. Doch die beiden können sich noch weitere Nutzungsmöglichkeiten vorstellen. Die Kinder und Jugendlichen könnten den Raum zum Hausaufgaben machen nutzen, er könnte als Aufenthaltsraum für Eltern und für Gespräche zwischen Trainern und Eltern dienen, für Mannschaftsbesprechungen oder auch als Raum für Vorträge über Gesundheit, Sport, Ausbildung und alle Themen, die für Jugendliche wichtig sind, fungieren. „Unser Ziel ist es, einen milieu- und generationenübergreifenden Treffpunkt für unsere Jugendspieler anzubieten und zu fördern“, sind sich die beiden einig. „Wir hoffen dadurch, Jugendliche mit Migrationshintergrund und unterschiedlicher Religionszugehörigkeit in unsere Gesellschaft zu integrieren.“

Sanierung ist in vollem Gange

Das alte baufällige Gebäude, in dem nun die Begegnungsstätte entsteht, wurde etwa 1927 gebaut. Es diente einst als Umkleidekabine. „Doch es sind auch Feste darin gefeiert worden“, erinnert sich Claus Baur. „Dann stand es lange leer und wurde nicht genutzt. Es war alt und muffig.“ Seit dem vergangenen Sommer ist aber schon eine Menge passiert. Innen wurde der Putz abgeschlagen, der Boden entsorgt und neue Fenster sind eingesetzt worden. „Die Sanierung ist im vollen Gange“, erzählt Uwe Eiferle. „Sie hat schon etwa 12000 Euro beansprucht.“
Die Arbeiten haben zum großen Teil die Alt-Olympianer in Zusammenarbeit mit der Jugend bewältigt. „Der gesamte Verein hat mitgeholfen“, erzählen die Jugendleiter. „Jetzt werden die Jugendlichen noch mehr eingebunden.“ Sie sollen Mitspracherecht bei der Innenausstattung bekommen. „Wir wollen es jugendlich-pffifig einrichten“, erklärt Eiferle. „Vielleicht mit einer Graffiti-Wand.“ Eine Küchenzeile soll integriert werden, Lounge-Sitzmöglichkeiten, technische Geräte und eventuell ein Getränkeautomat werden die Innenausstattung komplettieren. Dabei hat sich der Verein gegen den Ausschank und das Mitbringen von alkoholischen Getränken ausgesprochen. „Uns ist es wichtig, dass unsere Fußballspieler lernen, auch ohne Alkohol nach einem erfolgreichen Spiel zu feiern und sich auszutauschen.“
Der Plan ist, dass sich die Jugend um den Betrieb kümmert. „Die Kids und Jugendlichen sollen selbst für das Aufräumen und Abschließen Verantwortung übernehmen“, sagen Baur und Eiferle. „Und den Erlös, zum Beispiel aus dem Getränkeverkauf, können sie für eventuelle Vereins-Ausflüge verwenden.“

Internes Turnier zur Einweihung

Zur Einweihung planen die Verantwortlichen ein internes Jugendturnier. Dann sollen die etwa 300 Kinder und Jugendlichen im Alter von sechs bis 18 Jahren, die der Verein zurzeit ausbildet, ihr Können beweisen. Aber auch Eltern, Gönner und Förderer werden eingeladen.
„Wir legen Wert auf unser Vereinsleben“, sagen Eiferle und Baur. „Und wir möchten uns öffnen für alle Interessierten.“
Wer für die Jugendbegegnungsstätte spenden möchte, kann dies tun unter: Fußballförderverein Laupheim e.V., Volksbank Raiffeisenbank Laupheim-Illertal, IBAN: DE09 6549 1320 0088 4440 07, BIC: GENODES1VBL, oder Kreissparkasse Biberach, IBAN:
DE23 6545 0070 0000 9890 04, BIC: SBCRDE66.
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