U19-Jubiläumsturnier

Geschrieben von Günter Liebmann.

Daten und Fakten

Knapp 400 Besucher wurden bei der Ausstellung zur 50-jährigen Turniergeschichte registriert, die im Vorfeld des Turniers in der Schranne gezeigt wurde.

Ausstellung ist eröffnet

Geschrieben von Günter Liebmann.

"50 Jahre Internationales A-Junioren-Fußballturnier"

Unter diesem Motto präsentiert der FV Olympia Laupheim in der städtischen Galerie Schranne eine Jubiläumsausstellung zur Turniergeschichte, die durch Turnierleiter Hermann Schick und den Schirmherrn des Turniers, BM Rainer Kapellen, vor zahlreichen Besuchern und Gästen eröffent wurde.

Osterturnier-Ball rollt erst im Sommer

(Bericht: Schwäbische Zeitung vom 21.4., Roland Ray)

„Du bist momentan bestimmt im Stress“, sagen die Leute in diesen Tagen mitfühlend zu Hermann Schick. Ostern ist Osterturnierzeit in Laupheim. Seit 47 Jahren kämpfen A-Jugend-Fußballer aus aller Welt über die Feiertage im Olympiastadion um den Jupp-Schwarzkopf-Gedächtnispokal, und seit 2005 heißt der Turnierleiter Schick. Er ist es gewohnt, in der Karwoche die Ärmel hochzukrempeln.

Dieses Jahr jedoch ist alles anders. Das Turnier 2011 wird nicht an Ostern, sondern am 23. und 24. Juli ausgetragen. Auch künftig soll der Ball im Sommer rollen, jeweils am Wochenende vor Ferienbeginn. „Wir haben uns das gründlich überlegt“, sagt Hermann Schick. Man wolle die Zugkraft des Turniers steigern, die zeitliche Verlegung biete Vorteile.

Erstens: Im Juli bereiten sich die Mannschaften auf die neue Saison vor. „Alle Spieler wollen in ihrem Verein zur ersten Garnitur gehören, also legen sie sich ins Zeug“, kombiniert Schick. Mehr Motivation lasse attraktiven Fußball erwarten, das soll Zuschauer anlocken.

Zweitens: Turniere an Ostern und Pfingsten sind heute bei den Vereinen nicht mehr so gefragt wie früher. In der Saisonvorbereitung aber gelten sie als wichtiger Baustein.

Drittens: Über Ostern werden immer mehr Nachholspiele in den Fußballligen angesetzt – das kostet das Osterturnier Zuschauer.

Viertens: Im Sommer ist es wärmer, die Olympia kann bessere Platzverhältnisse gewährleisten.

Geändert hat sich nicht nur der Termin, sondern auch der Modus. Das Turnier dauert künftig zwei statt drei Tage, sechs Mannschaften (bisher acht) spielen durchgängig pro Partie zwei mal 30 Minuten.

Und wie heißt das Osterturnier (wie es der Volksmund landauf, landab nennt) im Sommer? Die offizielle Bezeichnung lautet jetzt „Internationaler U 19-EnBW-Cup“. Der Energieversorger ist neuer Hauptsponsor, zunächst für ein Jahr.

Fünf von sechs Mannschaften für 2011 stehen bereits fest: In Laupheim treten an Bröndby IF Kopenhagen (im Finale 2010 unterlegen), der 1. FC Kaiserslautern, 1860 München und – eine Premiere – die A-Junioren des mit Macht in die erste Bundesliga strebenden FC Augsburg.

Nach guter Tradition dabei ist außerdem der Nachwuchs des Gastgebers FV Olympia. Der sechste Verein hat seine Teilnahme telefonisch bestätigt, die schriftliche Zusage steht noch aus. „Es ist ein Team aus Spanien“, verrät Hermann Schick.

Gespielt wird im Juli um den siebten Jupp-Schwarzkopf-Pokal. Den sechsten hat der griechische Club Skoda Xanthi FC im vergangenen Jahr nach dem dritten Turniersieg endgültig behalten dürfen.

Osterturnier flieht in den Sommer

lautern-bernDas Osterturnier ist Geschichte: Fallendes Niveau der Spiele und sinkende Zuschauerzahlen haben den FV Olympia Laupheim dazu bewogen, die seit 47 Jahren an Ostern ausgetragene Jugendfußballveranstaltung künftig im Sommer auszurichten – an zwei statt drei Tagen mit nur noch sechs statt acht Mannschaften.

Als fester Termin ist das letzte Wochenende vor den Sommerferien vorgesehen, nächstes Jahr also der 23. und 24. Juli. „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Es war kein Schnellschuss“, sagt Turnierleiter Hermann Schick. Vor allem folgende Aspekte hätten den Ausschlag für eine Verlegung gegeben:

Sportliche: „Im Gegensatz zu früher haben die Jugendlichen der Bundesligaklubs heute fast jede Woche schwierige Verbands-, Pokal- und Auswahlspiele zu bestreiten. Da sind die Trainer froh, wenn sie ihre Spieler über die Feiertage mal schonen können“, sagt Hermann Schick. Die Folge: Es hagelte zuletzt Absagen fürs Laupheimer Turnier oder die namhaften Vereine schickten ihre Dauerreservisten oder zweiten Garnituren. „Im Sommer stecken die Teams in der Saisonvorbereitung. Die Turniere sind ein wichtiger Baustein im Vorbereitungsplan der Trainer, die Spieler sind motiviert, weil sie sich einen Stammplatz in der A 1 sichern wollen“, hofft Schick.

Das Wetter: Regen, Schnee, Kälte: Das war zuletzt Petrus‘ bevorzugter Klimaplan fürs Osterturnier. Für den Sommer gibt‘s zwar auch keine Sonnen-Garantie, aber wärmer ist’s allemal – und folglich angenehmer für die Zuschauer. Auch die Platzverhältnisse, für die die Olympia von den Teilnehmern immer häufiger gescholten wurde, dürften weitaus besser sein, zumal das Spielfeld in der Sommerpause geschont werden kann. Außerdem gibt es mehr Möglichkeiten für ein attraktiveres Rahmenprogramm. Und: Immer mehr Verbandsspiele, die zu Rückrundenbeginn witterungsbedingt ausfallen, werden an Ostern nachgeholt. Diese Konkurrenz kostet Zuschauer.

Das Geld: Trotz reger Beteiligung der regionalen Wirtschaft ist das Osterturnier finanziell nicht auf Rosen gebettet. Die Kürzung um zwei Gastmannschaften bedeutet geringere Ausgaben.

Tradition kontra Zukunft

„Vor allem die älteren Mitglieder im Verein drängten aus traditionellen Gründen darauf, wenigstens bis zum fünfzigsten Turnier am Ostertermin festzuhalten“, erklärt Schick. Er und sein Organisationsteam sind aber davon überzeugt, dass gerade die Verlegung in den Sommer die Zukunft des Turniers auch über das fünfzigste hinaus sichert: „Das Turnier soll danach ja nicht sterben.“

Olympia-Vorsitzender Heinz Schwarzkopf sieht‘s mit einem weinenden Traditionalisten- und einem lachenden Rationalistenauge: „Wir geben den Ostertermin ungern auf. Aber wir gehorchen der Not und stehen hinter der Entscheidung. Der Turnierleiter ist am engsten dran an den Vereinen und kennt deren Vorstellungen am besten.“

(Bericht: Reiner Schick, Schwäbische Zeitung Laupheim vom 12. Oktober 2010)

Ajax und Union komplettieren das Feld

Hermann Schick darf aufatmen: Spät, aber nicht zu spät ist der Turnierleiter auf der Suche nach der siebten und achten Mannschaft fürs Laupheimer Fußball-Juniorenturnier an Ostern fündig geworden. Mit Ajax Amsterdam ist sogar ein echter Knüller dabei.