Olympia fehlt am Ende ein Quäntchen Spielglück

Geschrieben von gli.

Verbandsliga Samstag, 20.Oktober

FV Olympia Laupheim - 1. FC Heiningen 2:2 (2:1)

Der FV Olympia Laupheim hat sich in der Fußball-Verbandsliga nach einem intensiven Spiel mit 2:2 (2:1) von Mitaufsteiger 1. FC Heiningen getrennt.

Die Siegesserie ist nach vier Erfolgen nun zwar gerissen, die Enttäuschung im Laupheimer Lager hielt sich jedoch in Grenzen.

„Das war ein Spiel zweier richtig guter Mannschaften. Es ging hin und her, das Spiel stand ständig auf Messers Schneide“, schwärmte Olympia-Trainer Hubertus Fundel geradezu nach dem Duell der beiden Aufsteiger, die sich mit viel Respekt begegneten. Doch sicher werden die Laupheimer auch der verpassten Chance eines weiteren Dreiers hinterhertrauern. Denn besser hätte die Partie für die Olympia fast nicht beginnen können: Nach einem ersten Warnschuss von Simon Dilger (3.) servierte Gäste-Verteidiger Suwaibu Sanyang den Laupheimern drei Minuten später den Führungstreffer. Bedrängt von Narciso Filho misslang Sanyang der Rückpass zu seinem Torhüter, Filho sprintete dazwischen, wurde aber von Sanyang festgehalten. Schiedsrichter Manuel Mahler, der in seiner Spielführung keine klare Linie fand, zeigte zurecht auf den Punkt und FC-Verteidiger Gelb. Bei konsequenter Regelauslegung hätte Sanyang vom Platz gemusst. Ivan Vargas Müller verwandelte immerhin sicher zum 1:0.

Dilger trifft und muss raus

Die frühe Führung verlieh Laupheim jedoch keine zusätzliche Sicherheit, das Spiel nach vorne wollte fortan nicht mehr so recht gelingen. Fundel hatte jedoch Verständnis für sein Team: „Man hat sich fast schon neutralisiert, von daher Hut ab vor meiner Mannschaft.“ Mit der Abwehrleistung in Minute 18 dürfte Fundel dann aber nicht zufrieden gewesen sein. Nach einer langen Freistoßflanke von FC-Kapitän Benjamin Kern köpfte Andre Kriks ungehindert zum Ausgleich ein – die erste nennenswerte Offensivaktion der Gäste. Vargas Müller nach einem Freistoß von Manuel Hegen (20.) und auf der Gegenseite Mike Tausch aus der Distanz (23.) verbuchten weitere Möglichkeiten, bevor die Olympia in der Schlussphase des ersten Durchgangs den Druck erhöhte. Heiningen zeigte nun Schwächen in der Defensive, von denen Torjäger Simon Dilger in der 44. Minute profitierte und seinen achten Saisontreffer markierte.

Das Führungstor war gleichzeitig Dilgers letzte Aktion, mit Problemen im Oberschenkel blieb er in der Kabine. Mit Dilgers Ausscheiden fehlte es merklich an Präsenz und Wucht in der Laupheimer Offensive. „Nach der Pause haben sie uns etwas aus dem Spiel genommen, sind besser ins Spiel gekommen“, stellte Fundel fest. Wie die Olympia in Durchgang eins profitierte nun Heiningen von einem Elfmeterpfiff (50.). Den Zweikampf zwischen Olympias Julian Haug und Heiningens Lennart Zaglauer hätte man jedoch auch laufen lassen können. Dem eingewechselten Dominik Mader war’s egal, er verwandelte lässig zum 2:2. Der ehemalige Zweitligakicker (TuS Koblenz) blieb krankheitsbedingt zunächst draußen und konnte ansonsten kaum Akzente setzen. Vargas Müller per Freistoß (55.) und Haug per Kopfball (58.) hatten in der Folge die besten Laupheimer Möglichkeiten, Max-Julian Hölzli (71.) und Kevin Gromer (78.) auf Gästeseite.

Haugs Kopfball zu ungenau

In der Schlussphase erhöhte Fundel das Risiko, brachte mit Robin Dürr eine dritte Spitze und wurde fast für seinen Mut belohnt. Zunächst hatte Patrick Hanisch, der nach der Einwechslung für Dilger nur schwer ins Spiel fand, zwei vielversprechende Szenen auf der rechten Seite. Seine Zuspiele waren jedoch nicht genau genug. Mit seiner dritten Szene (90. +1) hätte der Ex-Ulmer dann sogar fast getroffen, Gäste-Torhüter Ruben Olmo Godoy war jedoch zur Stelle. Bei der anschließenden Ecke bot sich Haug eine noch bessere Gelegenheit: Der Mittelfeldspieler stieg am höchsten, doch sein wuchtiger Kopfball aus etwa fünf Metern landete genau in den Armen des Torhüters.

So trauerte Fundel am Ende etwas dem fehlenden Spielglück hinterher. „Und im Großen und Ganzen wäre der Sieg sicher nicht unverdient gewesen. Aber ich bin zufrieden, weil sich heute einfach zwei richtig gute Mannschaften getroffen haben“, stellte der Olympia-Trainer abschließend fest. Die Laupheimer können sich mit einem Blick auf die Tabelle trösten. Nach zehn Spieltagen weist der Aufsteiger als Dritter ein komfortables Acht-Punkte-Polster auf die Abstiegsplätze auf.

Quelle: SZ G. Westerbarkei

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Fotos: Otto Marx

Simon Dilger führt nun mit neun Treffern die Torjägerliste der Verbandsliga an.