Olympia sorgt für Überraschung

Geschrieben von gli.

Verbandsliga Samstag, 8. September

TSV Essingen  -  FV Olympia Laupheim I  0:2 (0:1)

Der Aufsteiger FV Olympia Laupheim hat in der Fußball-Verbandsliga überraschend beim Titelfavoriten TSV Essingen gewonnen.

Die Olympia setzte sich mit 2:0 (1:0) durch und brachte damit dem Gastgeber die erste Saisonniederlage bei. Die Treffer für die Blau-Weißen erzielten Simon Dilger und Jonas Dress.

Das hatte man sich rund ums Essinger Schönbrunnenstadion anders vorgestellt. Mit einem Erfolg gegen Aufsteiger Olympia Laupheim wollte man sich oben in der Tabellenspitze festsetzen – doch am Ende ist alles anders gekommen. TSV-Trainer Erdal Kalin musste seine Startelf umbauen, Niklas Weissenberger und Stani Bergheim waren beruflich verhindert. Dafür durfte Josip Skrobic seine Startelfpremiere feiern und auch Mike Marianek rückte wieder einmal in die Anfangsformation.

Dabei ließ sich das Spiel zunächst gut an für Essingen. Nach einer Flanke von Maximilian Eiselt landete der Ball bei Serdal Kocak, dessen Schuss einen Meter am rechten Pfosten vorbeirauschte (10.). Doch Laupheim war nicht gewillt, sich nur hinten einzuigeln und abzuwarten. Manuel Hegen prüfte Essingens Schlussmann Philipp Pless, der zur Ecke klären konnte (14.). Zehn Minuten später dann konterten die Laupheimer, doch der Versuch von Jonas Dress flog am Tor vorbei (24.). Dann wieder das bewährte Essinger Muster: Der Ball landete auf links bei Eiselt, der wiederum in der Mitte Kocak fand. Dessen Versuch aber landete neben dem Gehäuse (29.). Nur drei Minuten später gab es Eckball für die Gäste. Der Ball gelangte in der Folge zu Simon Dilger, der nicht lang zögerte und zum 1:0 für die Gäste traf (32.). Kurz darauf eroberte sich Eiselt den Ball im Mittelfeld und schickte Kocak steil. Der Stürmer lief alleine auf das Laupheimer Gehäuse zu, schloss ab, traf aber nur den Pfosten (35.).

Dress erhöht auf 2:0 für Laupheim

Für die zweite Halbzeit nahm man sich seitens des TSV natürlich eine Menge vor – und wurde prompt kalt erwischt. Dafür reichte schon ein einfacher langer Ball, niemand im Trikot des TSV sah sich für Jonas Dress zuständig, der humorlos zum 2:0 einschob (51.). Nun hatte Laupheim leichtes Spiel, ließ sich tief nach hinten fallen und dem TSV fiel wenig ein in der Offensive. Fabian Weiß probierte es folglich mit einem Distanzschuss, doch das Leder rauschte knapp am Tor vorbei (70.). Auch Johannes Eckl versuchte es auf diese Weise, der den Laupheimer Schlussmann Julius Lense jedoch vor keine Probleme stellte. Dann aber ein Hoffnungsschimmer für Essingen: Nach einer Hereingabe sprang der Ball einem Laupheimer an die Hand – Elfmeter. Da Bergheim nicht da war, schnappte sich der erfahrene Marc Gallego den Ball, drosch den Ball jedoch vom Punkt deutlich über das Gehäuse (81.).

Spätestens jetzt war klar, dass dem TSV an diesem Tag kein Tor mehr gelingen sollte. Stattdessen hätten die Gäste gegen weit vorgerückte Essinger, inklusive Pless, noch den dritten Treffer erzielen können, doch der Heber von Sascha Topolovac strich am Tor vorbei. In der dritten Minute der Nachspielzeit sah dann auch noch Christian Essig Gelb-Rot, was den gebrauchten Tag für die Gastgeber perfekt machte. So blieb es beim alles in allem verdienten Sieg der Laupheimer, die damit ihren zweiten Sieg in der neuen Umgebung eingefahren haben.

„Wir haben eine gute Partie abgeliefert und sind nicht unverdient als Sieger vom Platz gegangen. Beim Elfmeter haben wir das Glück gebraucht. Wir hätten aber auch zur Pause führen können“, bilanzierte ein zufriedener Olympia-Trainer Hubertus Fundel und trat sogleich auf die Euphoriebremse: „Der Sieg gibt uns Selbstvertrauen. Wir wissen aber, wo wir herkommen. Vor zwei Spieltagen hat es noch ganz anders ausgesehen, da standen wir noch mit null Punkten da. Jetzt haben wir unser Soll wieder erfüllt und müssen konzentriert weiterarbeiten.“ Am nächsten Wochenende steht für die Olympia nun das Derby beim SSV Ehingen-Süd an (Samstag, 17.30 Uhr). „Wir freuen uns auf das Lokalderby. Das wird aber eine harte Nummer“, blickte Hubertus voraus.

Quelle: SZ feg

Klicken Sie hier zu fusball.de