Mindestens Platz elf ist das Ziel

Geschrieben von gli.

Verbandsliga Samstag, 18. August 15.30 Uhr

FV Olympia Lauphein I - FSV Hollenbach

Nach nur einem Jahr in der Fußball-Landesliga kehrt der FV Olympia Laupheim in die Verbandsliga zurück.

Die Mannschaft von Trainer Hubertus Fundel setzte sich gegen die Konkurrenz aus Berg, Weiler und Friedrichshafen durch und stellte bereits drei Spieltage vor Saisonende den Aufstieg sicher. Mit der Partie am Samstag (Spielbeginn: 15.30 Uhr) gegen den TSV Hollenbach beginnt für den Verein die Mission Klassenerhalt.

Es war schon ein souveräner Auftritt der Laupheimer in der vergangenen Landesligasaison. Das war so nach dem sang- und klanglosen Abstieg als Tabellenletzter auch nicht zu erwarten, zumal die Mannschaft nach dem Abstieg auch einige wichtige Spieler – unter anderem Arne Kittel – verlor und vor einem großen Umbruch stand. Das Trainerteam um Fundel, Udo Schrötter und Martin Blankenhorn setzte eine neue Idee um und versammelte einen Pool von rund 40 Spielern für das Landesliga- und Bezirksligateam. Die Durchlässigkeit stand dabei im Vordergrund. „Diesen Plan haben wir sehr gut umgesetzt, dennoch war auch ich etwas überrascht, dass wir so schnell zusammengefunden und die Saison dann doch dominiert haben“, erinnert sich Hubertus Fundel.

Niveau ist deutlich höher

Doch das ist jetzt Geschichte. Jetzt wird aus dem Meisterschaftsaspiranten ein Abstiegskandidat. „Davon sind immer alle Aufsteiger betroffen“, weiß Fundel. Und das sind neben Laupheim mit Löchgau, Breuningsweiler, Heiningen und Nagold noch weitere vier Mannschaften. Die Verbandsliga sei durch den Auf- und Abstieg auch in dieser Saison wieder neu durchgemischt. Dennoch bleibe das Niveau – auch im Vergleich zur Landesliga – deutlich höher. „In der Verbandsliga wird noch einen Tick schneller gespielt und auch die Qualität der Einzelspieler ist höher“, stellt Fundel fest. Auch deshalb müsse man einzig und allein den Klassenerhalt als eindeutiges Saisonziel definieren. Alles andere verweist Fundel in den Bereich der Fabel.

Allerdings haben die meisten seiner Spieler ja schon Verbandsliga-Erfahrung und in der vergangenen Saison als Spitzenmannschaft der Landesliga an Selbstbewusstsein gewonnen. „Bis auf wenige Ausnahmen haben wir keine Greenhorns im Team.“ Mit Kapitän Sascha Topolovac, Mathias Wesolowski und Julian Haug nennt Fundel dann auch die Spieler, die der Trainer als seine verlängerten Arme auf dem Spielfeld bezeichnet. Dazu hätten natürlich auch Keeper Julius Lense, Fabian Ness, Manuel Hegen oder Ivan Vargas Müller eine wichtige Stimme im Team. Zu diesen erfahrenen Spielern hat die Olympia nach der Vorgabe des Vereins und des Trainerteams Spieler gesucht, die dem Team kurz- und langfristig helfen können. Mit Dario Nikolic, Robin Dürr und Isaak Athanasiadis haben auch drei Neue schon den Sprung ins Team geschafft. Verzichten muss Fundel dagegen weiter auf den Ex-Ulmer Patrick Hanisch, der wegen einer Muskelverletzung die gesamte Vorbereitung nicht mitmachen konnte. Bis zum 31. August halte man auch die Augen noch offen. Die Verpflichtung des einen oder anderen Spielers sei durchaus nicht ausgeschlossen.

Eingehende Videoanalyse

Ganz wichtig – und das ist auch jedes Jahr ligaübergreifend so – ist ein guter Start. Und da meint es der Spielplan mit den Laupheimer nicht allzu gut. nach dem Auftakt zu Hause gegen Hollenbach muss die Olympia in Dorfmerkingen antreten, ehe der FC Wangen zum oberschwäbischen Derby im Olympia-Stadion auftaucht, Anwärter auf die Spitzenposition in der Verbandsliga. Dazu kommt noch der TSV Essingen, der nochmals aufgerüstet hat. „Wir könnten auch nach den ersten drei Spielen mit leeren Händen dastehen. Wir werden aber alles tun, dass dieser Fall nicht eintritt“, verspricht Fundel vollen Einsatz seiner Mannschaft. Vor allem taktisch müsse sein Team flexibel sein, auch verstärkt auf das Spiel des Gegners reagieren können. Dazu dient eine eingehende Videoanalyse des jeweiligen Gegners, die dank der Technik jetzt auf diesem Niveau bereitstehen würde. „Das werden wir schon nutzen“, freut sich der Laupheimer Coach auf die erweiterten Möglichkeiten in der Spielvorbereitung. Fundel ist vorsichtig optimistisch, was die Zielerfüllung angeht. „Alles über dem Strich wäre klasse. Wir wollen frühzeitig nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben.“ Mindestens Platz elf müsste es also sein in der kommenden Saison für die Olympia.

Quelle: SZ Michael Mader

Elf der zahlreichen Zugänge des FV Olympia Laupheim in der Sommerpause: (hinten von links) Narciso Filho, Dario Nikolic, Patrick Hanisch, Marcel Hallas, Martin Aggeler, Michael Schmid, (vorn von links) Isaak Athanasiadis, Konstantinos Athanasiadis, Alexander Aumann, Robin Dürr und Philipp Strobel. (Foto: Otto Marx)

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