Olympia knackt den FCO-Riegel

Geschrieben von gli.

Landesliga Samstag 19. Mai

FC Ostrach - FV Olympia Laupheim 0:1

Der FC Ostrach bleibt in der Fußball-Landesliga mit dem Rücken zur Wand.

Gegen den Spitzenreiter FV Olympia Laupheim gab es am Samstagabend die eigentlich erwartete, einkalkulierte, aber trotzdem am Ende schmerzhafte Niederlage vor 300 Zuschauern im Ostracher Buchbühlstadion. Simon Dilger erzielte für die Olympia beim 1:0-Erfolg (Halbzeit: 0:0) der Gäste das Tor des Tages.

Natürlich erspielte sich Laupheim über 90 Minuten die besseren Chancen und der FC Ostrach hatte es vor allem dem an diesem Abend besten Mann auf Ostracher Seite, Thomas Löffler, zu verdanken, dass es lange beim torlosen Remis blieb. In Abschnitt eins rettete er einmal bei einem Kopfball von Jonas Dress nach einer Ecke in höchster Not auf der Linie mit einem blitzartigen Reflex (27.), dann parierte er einen Schuss von Hammerschmied (35.). Und auch im zweiten Abschnitt stand der beste Ostracher zwischen den Pfosten. Während Laupheim die Lücke im Ostracher Abwehrverbund suchte, hielt Löffler, was zu halten war und hatte auch in einer Situation Glück, als er nach einem Pass eines Mitspielers auf ihn, den Ball annahm, ihm das Spielgerät leicht versprang und er es in die Hände nahm. Laupheim forderte berechtigterweise indirekten Freistoß wegen eines Rückpasses, doch Schiedsrichter Deiss pfiff nicht (54.). Ebensowenig als Laupheim nach einem Zweikampf im Strafraum Elfmeter forderte. Doch auch hier lag der Referee richtig, nicht zu pfeifen (57.). Dass dann trotzdem das Siegtor für Laupheim fiel lag daran, dass das neu formierte Ostracher Innenverteidgerduo Hornstein/Riegger - Johannes Irmler musste seine Gelb-Rot-Sperre aus dem Altheim-Spiel absitzen - zu weit auseinanderstand und auch im Mittelgfeld Unordnung herrschte, der Pass in die Tiefe kam, Dilger ließ Löffler keine Chance - 0:1 (68.).

Schmerzhaft war die Niederlage für die Gastgeber deshalb, weil es ihnen fast 90 Minuten gelang, die Räume der Gäste zuzustellen. Nur vereinzelt fiel dem designierten Meister etwas ein, um den Beton zu durchbrechen, den die Zebras im eigenen Stadion anrührten. Natürlich hatte der Spitzenreiter mehr vom Spiel, gefühlt 80 Prozent Ballbesitz und vereinzelt erinnerte es taktisch eher an Handball, denn an Fußball. Wie an einem Kreis spielten sich die Laupheimer die Bälle zu, der „tödliche Pass“, die geniale Aktion in die Spitze der Laupheimer, fehlte aber. „Ich glaube schon, dass der Sieg hochverdient war“, sagte Laupheims Trainer Hubertus Fundel nach der Partie zurecht. „Ostrach hatte ja über 90 Minuten gesehen keine einzige Chance“, meinte Fundel weiter. „Ich bin zufrieden, dass wir hier drei Punkte geholt haben“, sagte Fundel, der einräumte, dass Ostrach der erwartet schwere Gegner gewesen sei. Gleichwohl wehrte Fundel jede Art von Glückwünschen ab. „Wir haben noch vier Spiele zu spielen. Wir sind noch nicht Meister. Wir schauen von Spiel zu Spiel.“

Reutter ist optimistisch

Das tut auch sein Gegenüber, Ostrachs Timo Reutter. Auch er war nicht unzufrieden, vor allem deshalb, weil sich seine Mannschaft über 90 Minuten vor allem in der Defensive stabil präsentiert hatte, gut stand. Zwar verweigerte sie an diesem Tag dem Gegner das Spiel, aber das „Spielen“ - so wurde während der 90 Minuten deutlich - war ja auch nicht das Ziel am Samstagabend. „Eigentlich bin ich mit der Partie zufrieden“, sagte Reutter. Entsprechend baute der Coach seine Mannschaft nach dem Schlusspfiff auch gleich wieder auf, richtete den Fokus auf die nächsten Spiele. „Ich bin trotzdem optimistisch, dass wir den Klassenerhalt noch schaffen. Wir haben natürlich jetzt drei wichtige Spiele vor der Brust, die wir gewinnen müssen. Aber, wie gesagt, ich glaube: Wir schaffen das noch.“

Quelle: SZ M. Dittmann

Klicken Sie hier zum FuPa-Liveticker