Olympia muss sich mit einem Punkt begnügen

Geschrieben von gli.

Landesliga Sonntag, 18. März

FV Ravensburg II - FV Olympia Laupheim 1:1 (0:0)

Der Tabellenführer hat gewackelt, aber ganz zu Fall gebracht hat ihn die U23 des FV Ravensburg nicht.

Der FV Olympia Laupheim war in der Fußball-Landesliga am Sonntag nur 20 Minuten lang dominant, danach waren die Ravensburger mindestens ebenbürtig und holten sich beim 1:1 noch einen Punkt.

Ravensburgs Trainer Nectad Fetic stellte wieder sehr offensiv auf: Auch in der Viererkette Boneberger-Gbadamassi-Pfluger-Widmann tummelten sich jede Menge Mittelfeldspieler – und Jonas Klawitter auf der zweiten Sechs neben Simon Kraft war meist weit vorne hinter den beiden Spitzen Felix Bonelli und Omar Jatta zu finden.

Es dauerte etwas, bis sich die erneut umgestellte Elf des FV gefunden hatte. In der Anfangsphase zeigte die Olympia, warum sie ganz vorne steht: Ein gutes Positionsspiel, viele Ballgewinne, sehr variables Spiel nach vorne – die Ravensburger wussten sich mehrfach nur durch ein Foul zu helfen. Was bei den Laupheimern allerdings fehlte, waren die ganz großen Torchancen. Die beste hatte Alexander Schrode nach einem Freistoß und anschließender Volley-Hereingabe von Jonas Dress.

Nach guten 20 Minuten war den Ravensburgern mehr und mehr klar, dass sie mit ihrer individuellen Klasse durchaus in der Lage waren, Nadelstiche zu setzen. Den ersten Versuch unternahm Felix Schäch per Freistoß aus halbrechter Position, verfehlte das Tor aber knapp.

Nach der Pause nahm die Partie Fahrt auf. In der 49. Minute hatte der FV gleich mehrfach die Chance, in Führung zu gehen. Am nächsten dran war Jonas Klawitter, der die Kugel nach einem Eckball mit der Brust knapp am Tor vorbeidrückte. Laupheim reagierte so, wie ein Spitzenreiter das tut, wenn das Kellerkind aufmuckt: Im Gegenzug zur Dreifachchance der Ravensburger ein trockener Flachschuss aus der Distanz von Simon Hammerschmied – und schon stand es 1:0 für die Olympia. Mit tatkräftiger Unterstützung allerdings, denn Ravensburgs Torhüter Florian Harsch ließ den Ball unter dem Körper durchrutschen.

Ebenso symptomatisch die darauffolgende Szene auf der anderen Seite: Jatta nimmt den Ball gut in den Strafraum mit, passt von halbrechts wunderbar nach innen an den Fünfmeterraum, aber dort schließt Klawitter völlig freistehend direkt auf Laupheims Torwart Julius Lense ab.

Belohnung mit dem Kopf

Beinahe wäre Klawitter zu Ravensburgs tragischer Figur geworden, denn die Zehn, die Trainer Fetic zwischenzeitlich in die Spitze beordert und Jatta dafür zurückgezogen hatte, vergab noch eine dritte gute Chance. Aber in der 80. Minute belohnte der feine Techniker sich und sein Team doch noch für eine couragierte Leistung und traf nach einem Eckball per Kopf zum verdienten Ausgleich.

"Großer Respekt: Die Jungs waren wieder heiß bis zum Schluss", freute sich Trainer Nectad Fetic darüber, dass sein Team auch im vierten Spiel des Jahres 2018 ungeschlagen blieb – auch wenn die Ravensburger zum dritten Mal in Folge zu Hause nicht über ein 1:1 hinausgekommen sind. "Wenn man das Gegentor und unsere Chancen betrachtet, dann wäre gegen Laupheim sogar mehr drin gewesen."

Quelle: SZ chm