Die weiße Weste ist weg

Geschrieben von gli.

Landesliga Samstag, 14. Oktober

TSV Berg - FV Olympia Laupheim  2:1 (1:1)

Der FV Olympia Laupheim hat seine erste Saisonniederlage in der Fußball-Landesliga hinnehmen müssen.

Beim TSV Berg unterlagen die Laupheimer mit 1:2 (1:1). Dennoch bleibt die Olympia mit einem Punkt Vorsprung Tabellenführer vor dem FV Rot-Weiß Weiler. Zwei weitere Zähler dahinter liegt nun der TSV Berg.

Zehn Minuten Dominanz und gefühlt mehr Ballbesitz im zweiten Durchgang waren zu wenig für Olympia Laupheim, um in Berg endlich mal Punkte mitzunehmen. Wieder einmal war ein von starken Emotionen geprägtes Spiel beim TSV verlorenen gegangen. Vor allem auf den Trainerbänken schwappten die Gefühle während der 90 Minuten mehr als hoch und waren kaum noch zu überbieten.

Vargas Müller erzielt die Führung

Berg begann das Spiel so wie es Trainer Oliver Ofentausek angekündigt hatte. Vollgas nach vorne, doch Sabrin Sburlea (2.), Christian Hepp (5.) und Andreas Kalteis (10.) konnten gute Möglichkeiten nicht zur Führung nutzen. Die gelang Laupheim nach einer Viertelstunde, als Ivan Vargas Müller einen Abpraller nach einer Ecke mit einem Seitfallschuss aus zehn Metern in die Maschen schoss. Doch die Freude über den zehnten Saisontreffer des Mittelstürmers währte gerade mal zwei Minuten. Nikolas Deutelmoser nahm sich von der Strafraumkante ein Herz und schlenzte den Ball unhaltbar für Laupheims Keeper David Wiget in die lange Ecke.

Danach musste man keine Torchance mehr auf beiden Seiten notieren. Beide Teams bekämpften sich zwischen den Strafräumen mit den Füßen und beide Trainerstäbe an der Seitenlinie mit verbalen Attacken. Die beste Möglichkeit des ersten Durchgangs hatte dann nochmals Kalteis, als er einen Pass von Sburlea nur knapp am Tor vorbeischob. Der Tabellenführer hatte nach vorn nichts mehr zu bieten. Vargas Müller und Simon Dilger waren gut abgeschirmt und rieben sich immer wieder in Zweikämpfen auf. So war die Olympia noch gut bedient mit dem Unentschieden zur Pause, zudem musste Trainer Hubertus Fundel schon nach 29 Minuten Philipp Fischer für den an der Leiste verletzten Kapitän Sascha Topolovac einwechseln. "Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt, in der zweiten gut gekämpft. Deswegen geht der Sieg in Ordnung", fasste Ofentausek zusammen.

Kalteis trifft zur Berger Führung

Das Remis hatte schon zwei Minuten nach dem Wechsel keinen Bestand mehr. Diesmal traf Kalteis per Direktabnahme, allerdings begünstigt von einem Stellungsfehler von Dominik Ludwig, der die Flanke falsch eingeschätzt hatte. Laupheim musste nun dem Rückstand hinterherlaufen. Berg lauerte mehr und mehr auf Konterchancen. Dennoch musste die Olympia nach einer guten Stunde ausgleichen. Dilger stand nicht im Abseits, lief allein auf Keeper Alin Constantinescu zu, lupfte den Ball über ihn, aber auch am Tor vorbei.

Nur zwei Minuten später die umstrittenste Szene des gesamten Spiels. Schiedsrichter Tobias Huthmacher aus Sigmaringen hatte dem Berger Innenverteidiger Andreas Frick schon die Gelb-Rote Karte gezeigt, wurde dann aber von seinem Assistenten an der Linie offensichtlich überstimmt, der eine Schwalbe von Vargas Müller gesehen haben wollte. "Das geht gar nicht", regte sich Fundel auf. "Das war möglicherweise spielentscheidend."

Auch wenn der Laupheimer Trainer einräumen musste, dass der Schiedsrichter nicht verantwortlich war für die erste Niederlage der Saison. "Das war das erste Spiel auf Augenhöhe", so Abwehrchef Mathias Wesoloswki, "in Berg kann man verlieren. Aber so langsam liegt wohl ein Fluch auf uns, wenn wir hier antreten."

Nächste Woche gegen Weingarten ist der Tabellenführer nun gefordert, um diesen Dämpfer wieder auszugleichen. "Das wirft uns nicht um, dennoch dürfen wir nicht zur Tagesordnung übergehen", forderte Wesolowski eine Trotzreaktion.

TSV Berg – FV Olympia Laupheim 2:1 (1:1). FVO: Wiget – Doan (46. Hegen), Wesolowski, Topolovac (29. Fischer), Biesinger – Haug, Ludwig (66. Glöckle), Schrode, Nguelefack (83. Bah) – Dilger, Vargas Müller. SR: Huthmacher (Sigmaringen). Tore: 0:1 Vargas Müller (15.), 1:1 Deutelmoser (17.), 2:1 Kalteis (47.). Z.: 200.

Quelle: SZ Michael Mader

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